Bundesfachstelle Barrierefreiheit

Projektdarstellung VVI

Vernetzung - Vorbeugung - Integration


  • 1. Förderaufruf
  • Förderbeginn: 01.08.2019
  • Förderende: 31.07.2024

(Koordinierender) Antragsteller

Jobcenter Biberach

Weitere Projektbeteiligte

Kreisgesundheitsamt, Kommunale Gesundheitskonferenz, Agentur für Arbeit, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, KVJS, Bildungsträger, DRV Baden-Württemberg, Caritas

Rechtskreis des Modellprojekts

SGB II

Zielgruppe

  • Menschen mit zu erwartenden oder beginnenden Rehabilitationsbedarfen
  • Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen
  • Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen
  • Menschen mit komplexen gesundheitlichen Unterstützungsbedarfen

Zahl der Teilnehmenden

150

Das Projekt ist in folgenden Bundesländern vertreten

  • Baden-Württemberg

Förderpolitische Ziele

Die Erprobung innovativer Leistungen und/oder Maßnahmen, die geeignet sind

  • einer chronischen Erkrankung oder drohenden Behinderung vorzubeugen
  • die Erwerbsfähigkeit zu erhalten oder wiederherzustellen
  • einer drohenden (Teil-) Erwerbsminderung entgegenzuwirken
  • die gesellschaftliche und berufliche Teilhabe zu verbessern

Themen des Modellprojekts

  • Zusammenarbeit der Akteure
  • individualisierte Bedarfsorientierung/ Leistungserbringung
  • frühzeitige Intervention
  • Nachsorge und Teilhabe

Kurzbeschreibung des Modellprojekts

Das Jobcenter Biberach musste feststellen, dass trotz guten Arbeitsmarktes eine Vermittlung in Arbeit oftmals an gesundheitlichen Einschränkungen scheitert. Neben Suchterkrankungen sind dies körperliche und psychische Erkrankungen sowie Persönlichkeitsveränderungen. Oft führt dies nach Jahren der Krankheit zu einer Erwerbsunfähigkeit. Das im Jobcenter Biberach entwickelte Projekt „Vernetzung-Vorbeugung-Integration (VVI)“ setzt an diesem Punkt an. Das Projekt VVI ist in 4 Module eingeteilt, die inhaltlich aufeinander abgestimmt sind und zeitlich ineinander greifen und so den gesamten Prozess abbilden. Modul 1 Vernetzung: Einbindung der behandelnden Ärzte und Leistungsträger um den Gesundheitszustand zu erfassen sowie konkrete Vorschläge zu erarbeiten welche medizinischen und therapeutischen Maßnahmen für die Teilnehmer erforderlich sind. Modul 2 Vorbeugung: Die im Projekt beschäftigten Lotsen besprechen mit dem Teilnehmenden die Untersuchungsergebnisse und erarbeiten mit ihm die einzelnen Schritte und individuellen Ziele. Sie unterstützen den Teilnehmer bei der Umsetzung der besprochenen Schritte. Im Gesundheitsförderungsbereich stehen hierzu folgende Bausteine zur Auswahl: Informationsveranstaltungen, Gesundheitstage, regelmäßige Gruppenangebote (wie bspw. Nordic Walking, Yoga, Ernährungskurse), medizinische Arbeitserprobungen in Facheinrichtungen und als letzter Baustein die Einbindung der Aktivitäten in den Alltag mithilfe eines "Gesundheitbuches" und der Einbindung der Projektteilnehmenden in örtliche Vereine. Modul 3 Integration: Das Projektziel ist eine dauerhafte und leidensgerechte Integration in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis. Bis zu 6 Monate nach Arbeitsaufnahme wird ein enger Kontakt mit dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer gehalten. Modul 4 Wissenschaftliche Begleitung: Zur besseren Überprüfbarkeit der Ergebnisse wird das Projekt wissenschaftlich begleitet.

Was ist das Innovative an dem Projekt?

Durch den modularen Aufbau des Projekts kann den individuellen Bedarfen des Einzelfalls Rechnung getragen. Durch die Vernetzung der Leistungsträger und Ärzte können auf Basis konkreter Vorschläge die entsprechenden medizinischen und therapeutischen Maßnahmen in die Wege geleitet werden. Der konkrete Ansatz "Gesundheit" und die konzepierten Bausteine sind in der Arbeitsvermittlung völlig neuartig.

Kontakt

Landratsamt Biberach
Rollinstr. 18
Telefon: 07351 527160
E-Mail: anja.gnannt@biberach.de

Hinweis zur Haftung

Bei den Projektbeschreibungen handelt es sich um Selbstdarstellungen, die vom koordinierenden Antragstellenden eingereicht wurden. Für die Inhalte der Projektbeschreibungen sind die Antragstellenden verantwortlich.