Bundesfachstelle Barrierefreiheit

Projektdarstellung Hafen

Segel setzen - Hafen Köln


  • 1. Förderaufruf
  • Förderbeginn: 01.02.2020
  • Förderende: 30.11.2023

(Koordinierender) Antragsteller

Jobcenter Köln

Weitere Projektbeteiligte

Bundesagentur für Arbeit, Deutsche Rentenversicherung Rheinland, Alexianer Köln, BTZ Berufliche Bildung Köln, Berufsförderungswerk Köln, Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz e.V., Integrationsfachdienst, AOK Hamburg/Rheinland

Rechtskreis des Modellprojekts

SGB II

Zielgruppe

  • Menschen mit zu erwartenden oder beginnenden Rehabilitationsbedarfen
  • Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen
  • Menschen mit komplexen gesundheitlichen Unterstützungsbedarfen

Zahl der Teilnehmenden

750

Das Projekt ist in folgenden Bundesländern vertreten

  • Nordrhein-Westfalen

Förderpolitische Ziele

Die Erprobung innovativer Leistungen und/oder Maßnahmen, die geeignet sind

  • einer chronischen Erkrankung oder drohenden Behinderung vorzubeugen
  • die Erwerbsfähigkeit zu erhalten oder wiederherzustellen
  • einer drohenden (Teil-) Erwerbsminderung entgegenzuwirken
  • die gesellschaftliche und berufliche Teilhabe zu verbessern

Themen des Modellprojekts

  • Zusammenarbeit der Akteure
  • individualisierte Bedarfsorientierung/ Leistungserbringung
  • frühzeitige Intervention
  • Nachsorge und Teilhabe

Kurzbeschreibung des Modellprojekts

Die heutige Praxis im Verfahren zur beruflichen Rehabilitation stellt Betroffene vor hohe Hürden. Es ist geprägt von einer Vielzahl von Zuständigkeiten und Ansprechpersonen. Neben dieser Unübersichtlichkeit wirkt das Verfahren auch an vielen Stellen intransparent. Nicht selten wird sich hinter den entsprechenden Zuständigkeiten versteckt. Insgesamt können diese Hürden dazu führen, dass Betroffene eine berufliche Rehabilitation gar nicht erst anstreben oder nicht mehr rechtzeitig die notwendigen Hilfen erhalten. Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben können so oftmals nicht mehr zielgerichtet und rechtzeitig wirken. Die Erwerbsunfähigkeit kann in vielen Fällen daher nicht verhindert werden. Der Hafen setzt an daher der Überwindung der systembedingten Hürden an. Er vereinigt die wichtigsten Akteure der beruflichen Rehabilitation unter einem Dach. Es werden direkte Kommunikationsformate und Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und der Deutschen Rentenversicherung aufgebaut. Maßgeblich werden auch rehabilitationsspezifische Einrichtungen sowie die Krankenkassen und der Integrationsfachdienst beteiligt sein. Verantwortlichkeiten werden nicht mehr der Betroffenen ausgetragen, sondern deren Anliegen können direkt vor Ort erledigt werden. Die Menschen werden dabei von einem Lotsen unterstützt. Dieser koordiniert und terminiert das Verfahren und bringt alle dazu notwendigen Akteure an einen Tisch. Er leitet die Teilnehmenden durch das System und sorgt so für die notwendige Orientierung. Während der Projektdauer sollen rund 750 Personen betreut werden. Zur Zielgruppe gehören dabei potenzielle Rehabilitandinnen und Rehabilitanden, insbesondere hörgeschädigte und Menschen mit psychischen Erkrankungen. Betreut werden auch Personen, die eine berufliche Rehabilitation abgebrochen und noch nicht wieder aufgenommen haben.

Was ist das Innovative an dem Projekt?

Neben der innovativen organisatorischen Zusammenarbeit von Jobcenter, Bundesagentur für Arbeit und Deutsche Rentenversicherung Rheinland, sollen die Teilnehmenden im Hafen auch von neuartigen Maßnahmen profitieren. Deshalb wird ein Reha-Wiedereingliederungsmanagement aufgebaut und Lohnkostenzuschüsse werden mit dem in Deutschland noch nicht erprobten Lohnwertsystem bemessen.

Kontakt

Jobcenter Köln
Pohligstraße 3
Telefon: 0221 - 9429 8060
E-Mail: michael.weitz@jobcenter-ge.de

Hinweis zur Haftung

Bei den Projektbeschreibungen handelt es sich um Selbstdarstellungen, die vom koordinierenden Antragstellenden eingereicht wurden. Für die Inhalte der Projektbeschreibungen sind die Antragstellenden verantwortlich.