Bundesfachstelle Barrierefreiheit

Projektdarstellung KOPF22

Kooperation für Prävention, Fitness und Gesundheit im Jobcenter


  • 1. Förderaufruf
  • Förderbeginn: 01.01.2020
  • Förderende: 31.12.2023

(Koordinierender) Antragsteller

Pro Arbeit - Kreis Offenbach - AöR, kommunales Jobcenter

Verbundpartner

Main Arbeit, Jobcenter Stadt Offenbach; Jobcenter Main-Taunus Kreis

Weitere Projektbeteiligte

Ärzte, Experten aus dem Gesundheits-, Sozialwesen und der Arbeitsförderung, IT-Dienstleister/Experten

Rechtskreis des Modellprojekts

SGB II

Zielgruppe

  • Menschen mit zu erwartenden oder beginnenden Rehabilitationsbedarfen
  • Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen
  • Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen
  • Menschen mit komplexen gesundheitlichen Unterstützungsbedarfen

Zahl der Teilnehmenden

$anzahlTeilnehmer

Das Projekt ist in folgenden Bundesländern vertreten

  • Hessen

Förderpolitische Ziele

Die Erprobung innovativer Leistungen und/oder Maßnahmen, die geeignet sind

  • die Erwerbsfähigkeit zu erhalten oder wiederherzustellen
  • einer drohenden (Teil-) Erwerbsminderung entgegenzuwirken

Themen des Modellprojekts

  • Zusammenarbeit der Akteure
  • individualisierte Bedarfsorientierung/ Leistungserbringung
  • frühzeitige Intervention

Kurzbeschreibung des Modellprojekts

Ziel von KOPF22 ist es, frühzeitig zu erkennen, ob eine Person gefährdet ist, ihre Erwerbsfähigkeit ganz oder teilweise zu verlieren. Dazu werden drei Instrumente zur Identifizierung einer entspr. Gefährdung und Verringerung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit entwickelt und in den Beratungs- und Aktivierungsablauf in den Jobcentern integriert. Zum einen ist dies ein digitales Instrument (aktivAPP), mit dem ein Wert bestimmt werden kann, der das individuelle Risiko des Verlustes der Erwerbsfähigkeit angibt (reha score). Bestehende Profilings in den Jobcentern werden hiermit inhaltlich und qualitativ erweitert. Auf Basis des bestimmten Wertes werden gefährdete Personen zielorientiert durch Präventions-Handlungsstrategien gefördert. Hierzu werden die beteiligten Partner sowohl auf bestehende Instrumente zugreifen und diese in einen erweiterten Kontext stellen, als auch neue, individualisierte oder gruppenbezogene Leistungen entwickeln. In Fachkonferenzen arbeiten Experten aus verschiedenen relevanten Bereichen interdisziplinär und multiprofessionell zusammen. Insbesondere Ärzten kommt hier ein zentrale Rolle zu, so dass Akteure sowohl aus dem Arbeitsförderungs- als auch aus dem Gesundheitssystem stärker für den Zusammenhang zwischen Erwerbstätigkeit, Gesundheit und Erwerbsfähigkeit sensibilisiert werden und Förderprozesse optimal aufeinander abgestimmt werden können. Fachkonferenzen können sowohl zu exemplarischen Fällen - etwa Personen mit hohen Krankheitszeiten und eingeschränkter Erwerbsfähigkeit - durchgeführt werden oder übergeordnete, strategische Themen verfolgen. Die Teilnahme am Projekt incl. Nutzung der aktivAPP wird Empfängern von Leistungen nach dem SGBII angeboten und erfolgt grundsätzlich freiwillig.

Was ist das Innovative an dem Projekt?

Mit KOPF22 wird die Frage, welche Faktoren die Erwerbsfähigkeit von Menschen im SGBII-Leistungsbezug zentral beeinflussen, in den beteiligten Jobcentern erstmals strukturiert verfolgt. Die Nutzung eines digitalen Instrumentes zur qualitativen Erweiterung des Erstprofilings mit dem Zweck ‚Prävention vor Rehabilitation‘ stellt sowohl eine strukturelle als auch operative Neuorientierung der Arbeit in den beteiligten Jobcentern dar, die die Fallarbeit grundlegend optimiert. Die Zusammenarbeit mit Experten aus verschiedenen relevanten Disziplinen und Systemen trägt zur Verzahnung der Systeme bei, sensibilisiert die jeweiligen Akteure für gemeinsame Themen und Herausforderungen und stärkt so die Fachlichkeit aller Beteiligten.

Kontakt

Annette Grimmel-Bruhns, Pro Arbeit
Max-Planck-Straße 1-3, 63303 Dreieich
Telefon: 06074/8058-231
E-Mail: a.grimmel-bruhns@proarbeit-kreis-of.de
Internet: https://www.proarbeit-kreis-of.de

Hinweis zur Haftung

Bei den Projektbeschreibungen handelt es sich um Selbstdarstellungen, die vom koordinierenden Antragstellenden eingereicht wurden. Für die Inhalte der Projektbeschreibungen sind die Antragstellenden verantwortlich.